Volkers Reise Blog

Es begann im Oktober 2026 mit einer Italienreise.

Quote 1

„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.“

– Johann Wolfgang Goethe (Italienreise: September 1786 bis Mai 1788)

Italienreise 2026

Halbzeit. Ein paar Gedanken …

3 Wochen gehen zu Ende. Wäre es ein Italienurlaub, würde ich ihn jetzt beenden. Habe zahlreiche Orte besucht und viele Eindrücke gewonnen. Sie waren sehr unterschiedlich: hoch, steil, flach, es waren Inseln, historische Stätte und noch mehr 😉 Jetzt muss ich auch feststellen, dass trotz aller Schönheit, die Italien (meistens) ausstrahlt, sich Dinge wiederholen. Deshalb freue ich mich demnächst in Rom zu sein. Die Ewige Stadt wird bestimmt seine Einzigartigkeit zeigen. Da ich aber keinen Urlaub hier mache, sondern bewußt eine sechswöchige Italienreise antrat, werde ich sie nicht beenden. Ich bin weiterhin gespannt, wie es sich anfühlt, so lange weg und auf „Reise“ zu sein.

Es geht Richtung Rom

Schöne Landstraßenfahrten führen mich an den Lago di Bolsena. Eine Umrundung mit dem Rad bei schönstem Wetter, 19°C und ein paar Wolken. Was mich nun etwas stutzig macht, ist, dass eigentlich die wenigen Campingplätze die noch geöffnet sind, zum Ende des Monats schließen. Plan B?

Siena & Toskana

Es gibt Städte, wie Pisa, mit denen werde ich einfach nicht warm. Und es gibt welche, wie Siena, da komme ich aus dem Staunen nicht raus. Von Siena aus geht’s zügig zu Fuß ins Ländliche der Toskana. Danach folgt die Fahrt an den Lago di Bolsena und verlasse damit die Toskana. Die Fahrt war reich an fotografischen Leckerbissen.

italienreise 2026

Nach 3 Tagen Elba geht’s weiter in die (Festland-) Toskana, nach Siena. Was hängen bleiben wird, ist ein wohltuendes Elba.

2. Tag auf Elba: Forte Falcone in Portoferraio

Hier kann ich mir einen Urlaub gut vorstellen. Die Mischung aus Historie, Landschaft und Leben empfinde ich als sehr angenehm. Heute wollte ich nicht nur Portoferraio genauer kennen lernen, sondern auch die mächtige Festung „Forte Falcone“ auf dem höchsten Punkt der Stadt. Tolle Aussichten, kleines Museum und einfach genießen …

Auf Elba angekommen

Hier gefällt es mir …
Völlig unkompliziert konnte ich eine Fähre buchen (Piombino – Portoferraio). Die Campingplätze haben immer einen Stellplatz frei. Das ist alles kein Problem. Aber, sie schließen zum Teil zum Ende des Monats. Auch viele Restaurants, die vielleicht nicht so zentral liegen, haben bereits geschlossen. Schaun mer mal wie es weitergeht. Hier auf der Insel gibt es viel zu entdecken. Dafür lasse ich mir, bei bestem Wetter, auch etwas Zeit.

Fahrt nach Elba – über Pisa

Scusa, dass es eine kleine Blog-Pause gab. Eine kurze Kränkelei kam dazwischen. Dann war da noch Dauerregen, Unwetter und was noch alles vorhergesagt. So reiste ich einen Tag früher als geplant aus den Cinque Terre. Autofahren geht immer. Das nächste größere Ziel war eigentlich Florenz. Also lag Pisa auf dem Weg und den Schiefen Turm wollte ich zumindest einmal fotografiert haben. Ich kann nur sagen, auch schöne Orte können schrecklich sein. Bilder sagen mehr als …. Also schnell weg. Wie oben erwähnt: Regen, Unwetter, dann Florenz genießen? Das konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Deshalb entschied ich mich kurzerhand diese besondere Stadt (vorerst) auszulassen und auf eine Insel zu fahren. Ich denke, es war eine gute Entscheidung.

Wanderung in den Cinque Terre

So viel Schönheit. Ein Postkartenmotiv nach dem anderen. Ich hatte einen Campingplatz in Levanto gebucht. Es gehört nicht zu den 5 Orten, es liegt eine Bahnstation nördlich davon. Es bietet einen prima Startpunkt, um in diese malerischen Orte zu wandern und dann mit der Bahn wieder zurückzukommen. Der Weg an der ligurischen Küste ist wunderschön. Ich bin ihn über Monerosso nach Vernazza gegangen.

Fahrt zu den Cinque Terre

Heute am Freitag, bin schon ich eine Woche unterwegs, fahre ich von Vicenza nach Levanto. Sehr spannend, wenn man auf der Landstraße bleibt, was einem so begegnet. Eine mittelalterliche Stadt „Montagnana“, umgeben von einer riesigen Stadtmauer, drinnen eine Kleinstadt. Dann geht es über einen Pass, ziemlich hoch, zu den Cinque Terre. Dort werde ich auch mal 4 Nächte bleiben.

Zweite Station: Vicenza

vicenza

Tschüss Alpen

Der 4. Tag ist „Fahrtag“. Es geht die Dolomiten raus ins Flachland. Ich hatte mich entschieden, weil die Strecke nicht allzuweit ist, nicht die Autobahn zu nutzen, sondern die Landstraßen. Das dauert etwas länger, ist aber schöner. Jetzt bin ich auch in Italien angekommen.
5. Tag: Krasser geht´s kaum. Weg von den hohen Bergen, rein ins urbane Italien.

Erste Station: Dolomiten

Am 11. Oktober erstes Ziel erreicht: Toblacher See

Sehr schöner Campingplatz. Ich treffe nette Menschen: an der Rezeption, der Nachbar, der mir gute Tipps zu der Gegend gibt.
2. Tag: Fahrt mit dem Rad nach Sexten, nahe der 3 Zinnen (aber ich sehe sie nicht). Jetzt beginnt Urlaub, oder Reisen?
Nun muss ich feststellen, dass es sich hier recht wenig italienisch anfühlt. Alles sehr schön hier, aber es könnte auch Österreich sein, alle sprechen deutsch.
Für morgen plane ich eine Wanderung, damit ich auch mal die 3 Zinnen sehe. Leider habe ich meinen Selfie-Stick vergessen 😉
3. Tag: Ich fahre recht früh zur Mautstation am Fuße des Anstiegs zu den 3 Zinnen. Überall werden die skurrilen Felsformationen angepriesen, eine ganze Region macht damit Werbung. Nur man sieht sie nicht. Sie verstecken sich sehr geschickt. Erst wenn man ganz nah dran ist, erscheinen sie ih Ihrer Gänze und beeindrucken auch gnadenlos.
Sie sind aber nur ein Teil des himmlischen Panoramas. So was habe ich noch nicht erlebt. Ich fühle mich nahe des Himmels, hochalpin, hoch oben.
Zum Teil recht anspruchsvolle Wege führen hoch zu den eigentlich 4 Zinnen (ich habe nachgezählt). Nach 6,5 Stunden bin ich wieder unten an der Mautstation und fahre auf den Campingplatz und bin einfach nur platt.
Also, liebe Dolomiten, liebes Südtirol, auch wenn ihr nicht so wirklich italienisch wirkt, ich komme wieder!

tour zu den 3 zinnen

Abreise

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Ich hatte es versprochen, genauer gesagt: wahrscheinlich nervte ich auch: Ich fahre am 10.10. um 10.10 Uhr. Endlich ist es so weit. Die Tage davor waren turbulent. Viel Abschied.
Deswegen an dieser Stelle mein großer Dank: meine letzte Ratssitzung war von großem Respekt geprägt. Die Zusammenarbeit wurde besonders hervorgehoben. So soll doch Kommunalpolitik auch sein! Und am Freitag die Abschiedsfeier des scheidenden Bürgermeisters. Immerhin 15 Jahre Zusammenarbeit mit uns Grünen. Es gab gute Reden und interessante Gespräche am Stehtisch. Danke dafür.
Danach noch tanzen auf Gerds Tanzparty. Kurz vor der Abreise kommen die Nachbarn vorbei und geben mir noch wertvolle Italien Tipps. Hammer – welch ein wunderschöner Abschluss ♥️


So siehts im Königslutter Ratsaal aus. Ein letzter Blick:

ratssitzung

Die Fahrt bis hinter die deutsche Grenze ist unspektakulär. Dann meine erste Schlafstelle. Kuscheliger Rastplatz zwischen LKWs.

Eine längere Autofahrt ohne Musik, geht gar nicht. Deshalb lade ich euch zu einer Playlist ein! Schließlich müssen alle Sinne bedient werden 😉

Playlist „Italienreise“

Anm.: wird während der Fahrt ständig ergänzt

1. Song: Kraftwerk, Autobahn. Auch nach Jahrzehnten immer wieder ein Hörgenuss bei langweiligen Fahrten auf der A9

2. Phil Upchurch mit Chaka Khan, Knock on Wood. Mit der Musik machen die Serpentinen richtig Spaß

3. The Rolling Stones, Sweet Sounds of Heaven. Zu den himmlichen Dolomiten passt Lady Gagas himmliche Stimme aus dem Off

4. Miles Davis, Shhh/Peaceful (LP: In a Silent Way). Wenn das Leben aufregend ist, hier ein guter Gegenpol

5. Eric Clapton, Eric After Hours Blues. Gepflegter Blues vom Altmeister

6. Eric Clapton, B Minor Jam. Ich finde die beiden Clapton Titel gehören zusammen

7. Pink Martini, Pata Pata. Wenn’s mal dunkler wird, dann geht hier sicher die Sonne auf. Nette Interpretation

8. …

X. Dusty Springfield, Son of a Preacher Man. Jede Playlist braucht ein gutes Ende, auch wenn sie weiterhin fortgeschrieben wird

Meine Reiseroute

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